die musik heute ist wunderschön
die wut kann ein schönes ding sein
die wut. das leben
gelebt und lebendig
die wut ist...
ein gedicht zu weihnachten
mama...
ist draussen
Frieden und wut ist frieden
sternentinte
augenstern
Donnerstag, 12. Januar 2012
Sonntag, 8. Januar 2012
Kopfstand
„Wenn die Irrtümer verbraucht sind,
sitzt als letzter Gesellschafter uns das Nichts gegenüber.“ Bertolt Brecht
Damals, als ich gezeugt wurde, hat
meine Mutter einen Kopfstand gemacht, weil sie mich wollte. Heute habe ich
Fragen, die sie mir nicht beantworten kann.
Ich stehe auf dem Kopf, so lang ich
kann und frage mich, was ist Zeit, wenn zehn Minuten im Kopfstand so viel und
zehn Minuten im Glauben an mein Gegenüber so wenig sind.
Mein persönliches Glück zeichnet
sich dadurch aus, dass ich Zeit habe. Zeit für Anouk, Zeit für mich und Zeit
meine Geschichten aufzuschreiben. Deshalb, und weil ich nicht faul geworden bin
durch die Finanzierung des Staates, plädiere ich für das Grundeinkommen. Nicht,
weil ich an das Gute im Menschen glaube, sondern weil ich der Überzeugung bin,
dass das Gute in der Welt kultiviert werden kann, wenn der Mensch Zeit hat.
Zeit haben macht mich manchmal einsam. Einsamkeit fühlt sich nicht gut an.
Trotzdem meine ich, dass es gut ist wie es ist, denn ich habe gelernt die Einsamkeit
zu strukturieren. Einsamkeit ist Zeit. Und aus der heraus kann ich denken,
schreiben und arbeiten an der Wissenschaft, die ich bin. Das macht Sinn, denn
ich bin nicht allein mit meinen Erfahrungen und teile mein kleines Leben, an
dem mir soviel liegt mit vielen ohne sie zu kennen. Vielleicht werden wir uns
irgendwann einmal begegnen. Dann können wir uns die Hände reichen, uns im
besten Fall auf die Schultern klopfen, um uns beim Abschied in den Arm zu
nehmen, weil wir wissen, dass der Wunsch nach geteilter Einsamkeit nicht
ungeteilt bleibt. Einsamkeit ist Leben. Und aus der Langeweile wächst die
Phantasie. Phantasie ist Freiheit. Die Welt ist im Kopf.
Doch bin ich erst frei, wenn ich
mir morgen keine Zigarette mehr aus Langeweile anzünde. Das ist klar wie
Hühnersuppe.
Ich bin auf dem Sprung. Es ist
Katzensprung, der mich trennt von dem, was ich als gutes Leben bezeichnen
würde. Ich bin ein Mensch und keine Katze. Ein Katzensprung ist nur ein großer
Menschenschritt. Davor muss ich mich nicht fürchten.
Habe ich den Schritt gemacht, dann,
wertes Gegenüber, hänge ich nicht mehr an dir, weil ich dann weiss, was ich an
mir und der Zeit habe. Einsamkeit ist dann ein Irrtum. Einsamkeit ist reine
Zeit. Du musst keine Angst vor mir haben. Ich stehe mit beiden Beinen im Leben
und mache Schritte, um mich fortzubewegen. Ich bin keine Pflanze mehr, die sich
Klette schimpft. Mir sind Extremitäten gewachsen und ich habe gelernt, sie
einzusetzen.
Das Glück liegt in mir und aus ihm
heraus, kann ich an dich glauben.
Ich habe einfach vergessen, mir zu
wünschen, dass mir jemand hilft. Das kann ich nun alleine.
Ich habe gelernt, die gemeinsamen
Momente wertzuschätzen und die Einsamkeit mit mir zu füllen.
Geliebtes Gegenüber, du fehlst und
drei Tage sind mehr als Nichts.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
virtueller frieden
ist es gut
macht es sinn
schaff ich`s in zwei tagen
fragen über fragen
kein zweifel
das rohe muss noch mit vorschlägen verkleidet werden
macht es sinn
schaff ich`s in zwei tagen
fragen über fragen
kein zweifel
das rohe muss noch mit vorschlägen verkleidet werden
Sonntag, 11. Dezember 2011
Samstag, 10. Dezember 2011
Zimtstern
Den Zimtstern
mag ich gern.
Wenn`s sein muss
das ganze Jahr.
Dich mag ich auch.
Das weisst du
ja
mag ich gern.
Wenn`s sein muss
das ganze Jahr.
Dich mag ich auch.
Das weisst du
ja
Freitag, 9. Dezember 2011
2. Teil: Der springende Punkt
Doch Dietrich Bonhoeffer sagte auch: "Es gibt keinen Gott, den es gibt."
Was wir anbeten, bleibt uns selbst überlassen. Daher meine Frage: Welchem Gott willst du dienen? Einem, den es nicht gibt oder der Welt? In der ich ganz bewusst das Wort dienen benutze, um damit auf eine Form der Demut zu verweisen. Demut vor dem Leben...
Ich stehe in meinem Objekt auf einem Punkt aus Leinwand, der die Welt symbolisiert und einer Scheibe gleicht. Um mich herum drei Fernseher, in denen die Filme Koyaanisqatsi von Godfrey Reggio, Unser Planet von Johan Söderberg, Michael Stenberg und Linus Torell und Home von Yann Arthus Bertrand laufen. Es ist ein Punkt zu Babel, der verdeutlicht, das man nichts versteht, wenn alle gleichzeitig reden. Ich bin der Turm und stehe aufrecht in der Mitte. Doch beginne ich mich zu drehen, kann ich die Bilder sehen von Schönheit und Schrecken auf dem Planeten Erde, von dem ich annehmen muss, dass er nur eine Zelle im Körper dessen, was wir das Universum nennen, ist.
Ist eine Klimakatastrophe vorprogrammiert und sebstverschuldet, unausweichlich oder abwendbar? Spielt es noch eine Rolle, ob wir uns aktiv am Schutz der Welt beteiligen oder passiv das Geschehen beobachten? Kann es einen Standpunkt geben? Es muss der Punkt, die Stelle sein, auf der ich stehe und mich um mich selber drehe. Ich stehe immerhin und immer im Zentrum der Auseinandersetzung, mitten auf der Erde. Ich bin ein Mittelpunkt und kann was sehen, wenn ich mich selbst drehe. Kann dieses Drehen als Teil der spirituellen Praxis in der Tradition des Sufismus, in dem sich die Erdbewegung wiederspiegelt, zum Prinzip erhoben werden? Kann Sport an Schulen auf den Grundlagen des Budo basieren oder ist es möglich bei psychischer Erkrankung auch mit Tai Chi zu arbeiten? Ist es möglich, dass der in einer konsumorientierten Gesellschaft geborene Mensch lernt das Lebensglück aus Innerem zu schöpfen und Bescheidenheit im Sinne vom Reduzieren bis zum Maximum übt? Das hat noch nichts mit der Askese eines buddhistischen Mönches in einem Kloster zu tun, sondern beruht als Forderung an meine Zeit auf der Tatsache, dass wir noch auf einem Butterberg sitzen, obwohl genug für alle da wäre, weil die drohende Überbevölkerung des Planeten ein Mythos ist. Sicherlich muss schnell gehandelt werden, um Not und Elend auf der Erde zu eliminieren und zu verhindern. Es sind Aspekte einer fortgesetzten, einer dritten Aufklärung, die zum Tragen kommen müssen.
Mensch, du musst keine Narzisse sein.
Und was hat eigentlich David Lynch damit zu tun, wenn er auf einem Plakat zu einer Veranstaltung einlädt über Gehirn und Kreativität, auf der seine Stimme vom Band abgespielt wird und es darum geht, was passieren würde, wenn eine Million Kunststudenten gemeinsam meditieren würde.
Ich bin mir sicher. Es gibt das Unfassbare.
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